Deutsch of the Day

adoptiert (adj.)

- adopted

“He’s my brother!” - “He killed 80 people in 2 days!” - “He’s adopted…” - “Er ist mein Bruder!” - “Er hat 80 Menschen in 2 Tagen getötet!” - “Er ist adoptiert…”

die Discokugel (n.)

- disco ball

Zoni wants to post about disco balls. - Zoni möchte über Discokugeln posten.

fabelhaft (adj.)

- fabulous 

“Shut up, I’m fabulous!” - “Halt den Mund, ich bin fabelhaft!”

Der Bogen (n.)

- bow

Nobody is allowed to touch Clint’s bow. - Niemand darf den Bogen von Clint anfassen.

liebenswürdig (adj.)

- lovely

Judy is lovely and calls Captain America “Capsicle”. - Judy ist liebenswürdig und nennt Captain America “Capsicle”.

der Wackelpudding (n.)

- jello

There isn’t a better dessert than jello! - Es gibt keinen besseren Nachtisch als Wackelpudding!

jemanden/etwas hassen (v.)

- to hate somebody/something

I hate Roxette, Die Toten Hosen and U2. - Ich hasse Roxette, Die Toten Hosen und U2.

der Pfeil (n.)

- arrow

Cupid and Hawkeye are both shooting arrows. - Armor und Hawkeye schießen beide mit Pfeilen.

unbequem (adj.)

- uncomfortable

My couch is so uncomfortable these days. - Meine Couch ist in letzter Zeit so unbequem.

altmodisch (adj.)

- old-fashioned

I may be a bit old-fashioned, but I don’t care. - Ich mag vielleicht ein wenig altmodisch sein, aber das ist mir egal.

verschmutzen (v.)

- to pollute

We humans are polluting the planet. - Wir Menschen verschmutzen den Planeten.

We do some poetry!

Erlkönig by Johann Wolfgang von Goethe (1782)

German version:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

“Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?” –
“Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?” –
“Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.”

“Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.” –

“Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?” –
“Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind.” –

“Willst, feiner Knabe, du mit mir gehen?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.” –

“Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort?” –
“Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –”

“Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.” –
“Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!” –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh’ und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

English version:

Read More

das Vermögen (n.)

- fortune

You’re worth a fortune! - Du bist ein Vermögen wert.

jmdn./etw. mögen (v.)

- to be fond of somebody/something

I’m not overly fond of what follows. - Ich werde das was folgt nicht allzu sehr mögen.

We do some poetry!

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland by Theodor Fontane (1889)

We took both versions from the homepage vonribbeck.de which features a lot of (useful) information!

German version:

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ‘ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ‘ne Birn.«


So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ‘s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ‘ne Beer?«


So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn’ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.


Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ‘ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew’ di ‘ne Birn.«


So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.


English version:

Squire von Ribbeck at Ribbeck in Havelland,
In his garden there stood a pear tree grand,
And when autumn came round, the golden tide,
And pears were glowing far and wide,
Squire von Ribbeck, when noon rang out, would first
Fill both his pockets full to burst. 
And then, when a boy in his clogs came there,
He called: ”My lad, do you want a pear?”
He would hail a girl that chanced to pass:
“Come over, I have a pear, little lass!”


Many years thus went, till the noble and high
Squire von Ribbeck at Ribbeck came to die.
He felt his end. It was autumntide.
Again pears were smiling far and wide.
“I depart now this life” von Ribbeck said.
I wish that a pear in my grave be laid”.
And after three days, from this mansard roofed hall,
Squire von Ribbeck was carried out, `neath a pall.
All farmers  and cottagers, solemm-faced,
Sang: ”Jesus, in Thee my trust is placed”,
And the children lamented, with hearts like lead:
“Who`ll give us a pear, now that he is dead.?”
So the children lamented. It was unkind,


As they did not know old Ribbeck´s mind.
True, the new one is skimping niggardly,
Keeps park and pears tree `neath lock and key;
But having forebodings, the older one,
And full of distrust for his proper son,
Knew well what he did, when the order he gave,
That a pear should be laid in his grave.

From the silent dwelling, after three years,
The tip of a pear tree seedling appears.
And year after year, the seasons go round,
Long since a pear tree is shading the mound.

And in the golden autumntide
Again it  is glowing far and wide.
When a boy is crossing the churchyard there,
The tree is whispering: Want a pear?”
And when a girl chances to pass,
It whispers: “Come here for a pear, little lass.”


Thus blessings still dispensses the hand
Of  von Ribbeck at Ribbeck in Havelland.